Was kostet eine Website 2026 wirklich?
Veröffentlicht · 2026
Für die Website eines kleinen Unternehmens musst du 2026 mit grob 3.000-15.000 EUR bei einer Agentur rechnen, 800-3.000 EUR bei einem Freelancer, 150-400 EUR pro Jahr, wenn du sie selbst baust, und einem Monatsabo im niedrigen zweistelligen Bereich, wenn eine KI sie für dich baut. Die Spanne ist riesig, weil du in jedem Fall etwas anderes kaufst. Hier steht, was den Preis wirklich treibt, welche Kosten in keinem Angebot auftauchen und wie du entscheidest, ohne zu viel zu zahlen.
Die vier Preisklassen, ehrlich betrachtet
Jedes Angebot, das du bekommst, fällt in eine von vier Klassen. Der Unterschied liegt nicht in erster Linie in der Design-Qualität — sondern darin, wie viel menschliche Arbeitszeit abgerechnet wird und wie viel laufende Arbeit enthalten ist.
- Agentur (3.000-15.000 EUR): Strategie, individuelles Design, Texte, Projektleitung. Lohnt sich, wenn die Seite eine große Umsatzquelle trägt oder du jemanden brauchst, der dafür geradesteht. Dauer: 6-12 Wochen.
- Freelancer (800-3.000 EUR): meist ein für dich angepasstes Template. Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, aber das Ergebnis hängt stark an der Person, und der Support nach dem Launch ist oft dünn.
- Baukasten in Eigenregie (150-400 EUR/Jahr): Wix, Squarespace, WordPress plus Theme. Günstig in Euro, teuer in Stunden — der echte Preis sind die 20-40 Stunden, die du investierst, plus alles, was du nie fertig bekommst.
- KI-Builder (Monatsabo): Die Seite entsteht in Minuten aus deinen vorhandenen Inhalten, danach verfeinerst du sie. Die niedrigsten Gesamtkosten und der schnellste Weg online — du solltest das Ergebnis aber prüfen statt blind vertrauen.
Was den Preis tatsächlich treibt
Die Seitenzahl spielt eine viel kleinere Rolle, als die meisten annehmen; eine Website mit fünf und eine mit neun Unterseiten kosten in der Produktion fast dasselbe. Vier Dinge bewegen den Preis wirklich.
- Individuelles Design statt Template: maßgeschneidertes Design ist der größte Einzelposten in jedem Agenturangebot.
- Inhalte: wer die Texte schreibt und die Fotos besorgt. Texterstellung wird häufig separat angeboten — und genau dort bleiben Projekte monatelang liegen.
- Funktionen: Eine reine Visitenkarten-Seite ist günstig. Terminbuchung, Shop, Login, Zahlungen und Schnittstellen bedeuten jeweils echte Entwicklungsarbeit.
- Laufende Arbeit: Hosting, Updates, Sicherheit und — das vergessen alle — neue Inhalte veröffentlichen, damit die Seite überhaupt rankt.
Die Kosten, die in keinem Angebot stehen
Der Erstellungspreis ist der sichtbare Teil. Ob die Seite eine gute Investition war, entscheiden die laufenden Kosten: Domain (10-40 EUR/Jahr), Hosting (50-300 EUR/Jahr), SSL (heute meist kostenlos), Wartung und Updates (200-1.000 EUR/Jahr, wenn ausgelagert) — und Inhalte.
Inhalte sind der große Posten. Eine schöne Seite mit fünf Unterseiten, die sich nie ändern, bleibt für immer auf Google-Seite vier. Ob du einer Agentur 300-600 EUR pro Artikel zahlst, selbst drei bis fünf Stunden pro Stück investierst oder es automatisierst: Plane Budget für Inhalte ein — das ist der Unterschied zwischen einer Broschüre und einem Kanal, der Kunden bringt.
So entscheidest du, ohne zu viel zu zahlen
Richte das Budget danach aus, was die Seite leisten muss. Ist sie die Vertrauensseite, die Leute nach dem persönlichen Kennenlernen aufrufen, gib keine 8.000 EUR dafür aus — nimm das Minimum und stecke den Rest in Auffindbarkeit. Ist die Seite dein wichtigster Vertriebskanal, kann eine Agentur jeden Euro wert sein.
Für die meisten kleinen und lokalen Unternehmen lautet die ehrliche Antwort 2026: schnell und günstig eine professionelle Seite online bringen und das Ersparte in Inhalte stecken, die Besucher bringen. Genau diese Reihenfolge macht der KI-Weg möglich — du siehst deine neu gebaute Seite, bevor du irgendetwas ausgibst.
Häufige Fragen
›Was kostet eine Website für ein kleines Unternehmen?
Realistisch 800-3.000 EUR beim Freelancer, 3.000-15.000 EUR bei der Agentur oder ein niedriges Monatsabo beim KI-Builder. Rechne bei jedem Weg 100-400 EUR pro Jahr für Domain und Hosting dazu.
›Ist eine günstige Website schlecht für SEO?
Nein — Google weiß nicht, was du bezahlt hast. Es zählen Ladezeit, mobile Bedienbarkeit, saubere Struktur und Inhalte. Eine schnelle, gut strukturierte günstige Seite schlägt jede teure, langsame.
›Warum unterscheiden sich Agenturangebote so stark?
Weil sie Unterschiedliches enthalten. Ein Angebot deckt nur das Design ab, ein anderes Texte, Fotos, SEO-Einrichtung und ein Jahr Wartung. Vergleiche immer den Inhalt des Preises, nicht den Preis.
›Womit muss ich pro Jahr nach dem Launch rechnen?
Mindestens 100-400 EUR für Domain und Hosting. Wenn die Seite Kunden bringen und nicht nur existieren soll, ist das Budget für Inhalte wichtiger als das Budget für den Bau.